Das Schulhofgelände zwischen Vogelsdorfer Straße und Weinbergstraße soll neu gestaltet werden. Der Sozialausschuss hat sich dazu am 20. Januar in einer öffentlichen Sitzung, die ich mitverfolgte, vom Potsdamer Landschaftsarchitekten Marko Höhn zwei Entwürfe vorschlagen lassen. Bei diesen Entwürfen lässt sich noch nicht absehen, wie das Schulgelände einmal ausehen wird. Zunächst geht es um die Aufteilung des vorhandenen Platzes. Wohl aber wird klar, dass neben der Neugestaltung des Schulhofes auch eine Veränderung der Weinbergstraße bevorsteht. Der Strom von Eltern, die ihre Kinder morgens in die weiterführende Schule des FAW bzw. die Grundschule bringen, soll auf diese Straße gelenkt werden.

Die erste Variante sieht eine Einengung der Weinbergstraße im Bereich vor den Grundschulgebäuden vor. Platz, der dabei entsteht, soll der Grundschule für ihren Schulhof zu gute kommen. Die Weinbergstraße soll in diesem Bereich zur Einbahnstraße (Richtung Elsnerstraße) erklärt werden. Ähnlich einer “Kiss&Ride”-Spur vor Flughafengebäuden sollen die Eltern so zu einem schnellen Verabschieden der Kinder und Weiterfahren bewegt werden.

In der zweiten Variante soll die Weinbergstraße vor der Grundschule dauerhaft gesperrt und von beiden Seiten zur Sackgasse werden. Der Bereich der jetzigen Straße würde der Grundschule als zusätzlicher Platz zugesprochen. Die Weinbergstraße würde einen “Wendehammer” bekommen, so dass Eltern von der Seestraße aus kommend, ihre Kinder bringen und mit dem Auto gleich wieder wenden könnten. Nicht geklärt ist dabei, was mit den drei brachliegenden Grundstücken gegenüber der Grundschule geschieht, die nicht der Gemeinde gehören. Würde die Weinbergstraße aufgehoben, hieße das, die jetzt erschlossenen Grundstücke von ihrer Zufahrt abzuschneiden. Die Eigentümer könnten die Gemeinde verklagen.

Welche Variante auch weiterverfolgt wird – die Weinbergstraße ist nach Wunsch der Verwaltung und des Gemeinderats die nächste Straße, die ausgebaut wird. Gemeinderatsmitglied Prof. Dr. Wolfgang Stock (CDU) findet den Ausbau der Weinbergstraße sogar dringender als den der Fontanestraße, der dieses Jahr beginnen soll. Bürgermeister Wolfgang Höhne (parteilos) stuft den Ausbau der Weinbergstraße als “hohe Priorität” wegen des zu erwartenden Schülerverkehrs ein. Geplant und gebaut werden kann die Straße frühestens 2011. Der Sozialausschuss hat sich noch nicht auf eine Variante festgelegt. Den Ausbau der Straße muss zudem der Bauausschuss beschließen.

Zu einer transparenten Gemeindepolitik sollte es doch eigentlich gehören, die Anwohner frühzeitig über einen möglichen Ausbau zu informieren. Bislang ist das noch nicht passiert.


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