Anbieter für Schulspeisung gesucht

Nach der Abwicklung des Kommunalen Küchenbetriebs ist die Gemeinde auf der Suche nach privaten Essenslieferanten. Geplant sei eine gemeinsame Lösung für alle Kindergärten, die Außenstelle des kommunalen Kindergartens, die Grundschule und die erweiterte Oberschule des FAW. Am 24. März will sich Ordnungsamtsleiter Michael Pieper mit Vertretern der Einrichtungen und Elternvertretern treffen. Ihm liege ein dicker “Ordner mit Firmen, die Essen liefern wollen” vor. Bei dem Gespräch soll es um auch die Wünsche für das Essen gehen, da aus Kostengründen alle Einrichtungen das gleiche Essen geliefert bekommen sollen. Die Essensausgabe ist nach dem Abriss der alten Schulkantine zunächst in einem Provisorium geplant, später im Mensa-Neubau an selber Stelle. Wie das Essen zu den Kindergärten kommt, die außerhalb des Schulgeländes liegen (Schatzkiste, Haus der kleinen Strolche), ist noch nicht geklärt.

Ertrunkene Wildschweine geborgen

Während der Frostzeit sind offenbar dutzende Wildschweine beim Versuch, die Wasserflächen Woltersdorfs zu überqueren, eingebrochen und ertrunken. Michael Pieper berichtete, dass die Freiwillige Feuerwehr durch das Auftauen der Eisflächen derzeit fünf bis sechs Einsätze am Tag hätte, bei denen tote Tiere geborgen werden müssten. Für die Retter sei das keine angenehme Aufgabe, da sich die Tiere durch das Treiben im Wasser vollgesogen hätten und stark stinken würden. Auf Nachfrage von Prof. Dr. Wolfgang Stock (CDU) erklärt Pieper, dass die Feuerwehr nur zuständig sei, wenn die Tiere an Land getrieben würden. Auf dem Wasser sei das Wasserstraßenamt zuständig.

Erste Entwürfe für neue Sporthalle

Die neue Sport- und Mehrzweckhalle auf dem Gelände des Sport- und Freizeitparks nimmt Gestalt an – zumindest auf dem Papier. Architekt Klaus-Dieter Gifhorn stellte erste Entwürfe für den Neubau vor. Die Halle wird 44×22 m groß und kann zweigeteilt genutzt werden – vorrangig für Schul- und Vereinssport und vereinzelt für Veranstaltungen. Markantestes Merkmal der Entwürfe ist eine Tribüne, die beidseitig in die Halle und auf den Rand des angrenzenden Sportplatzes ragt. Während in der Halle nur Stehplätze geplant sind, sollen zum Sportplatz hin zum Teil überdachte Sitzplätze für Zuschauer entstehen. Das angrenzende Bistro soll mit einem Zwischenbau angebunden werden. Noch ist allerdings nicht sicher, ob das Geld, das der Gemeinderat für den Neubau zur Verfügung gestellt hat, für diese Pläne auch ausreicht.

Update 19.3.10: Im Blog der CDU Woltersdorf findet man eines der Entwurfbilder. Der Begleittext von Prof. Dr. Wolfgang Stock ist leider dem Wahlkampf zum Opfer gefallen: Nicht Wolfgang Höhne hat die Pläne vorgestellt, sondern, wie erwähnt, der von ihm beauftragte Architekt. Auch ist nicht gesagt, dass sich der Neubau mit einem Bürgermeisterwechsel verzögern würde, wie es Stock, der sich selbst interviewt, behauptet.

Schulhofgestaltung startet – Gestaltung der Weinbergstraße vertagt

Noch sind sich die Fraktionen nicht einig, ob sie im Zuge der Schulhofgestaltung die Weinbergstraße zur Sackgasse oder Einbahnstraße erklären wollen (Vgl. Bericht vom 31. Januar). Einig waren sie sich jedoch, dass die Schulhofgestaltung sobald wie möglich in diesem Jahr starten solle. Geplant sind neue Spielgeräte auf einer Sandfläche und umgesetzte Tischtennisplatten.

Parkverbot und 30-er-Zone im Schleusenbereich

Ein neues Verkehrskonzept sieht vor, ab der Ampelkreuzung bis über den Schleusenbereich eine 30-er-Zone einzurichten. Diese würde nicht nur für die Schleusenstraße gelten, sondern auch für alle angrenzenden Straßen. Der Bereich rund um die Schleuse soll zur Parkverbotszone erklärt werden. Zwischen Schleuse und Hotel ist ein Kreisverkehr geplant, der den Bereich sicherer machen soll. Grundlage der Verkehrsberuhigung auf Tempo 30 seien, so Ordnungsamtsleiter Michael Pieper, Beschwerden von Anwohnern und Lärmmessungen gewesen. Das Konzept wurde mit sieben von acht Stimmen angenommen.

“Selbstleuchtende Hausnummern” zu ungenau

Zum Schluss stand eine Verordnung auf dem Prüfstand, nach der unter anderem die Woltersdorfer dazu verpflichtet werden, “selbstleuchtende Hausnummern” an ihren Häusern anzubringen. Jan Manshardt (Sachkundiger Einwohner für Bündnis 90/ DIE GRÜNEN) zweifelte an der Genauigkeit der Formulierung. Michael Pieper erläuterte, Zweck sei es, Rettungsfahrzeugen die Suche zu erleichtern und einen “Service für Fußgänger” an den Stellen anzubieten, wo die Straßenbeleuchtung in größeren Abständen stehen würde. Corinna Gassmann vom Ordungsamt schlug statt “selbstleuchtend” die Formulierung “jederzeit von der Straße aus erkennbar” vor. Damit schien Jurist Manshardt zufrieden zu sein. Die Änderungen an der Verordnung wurden einstimmig verabschiedet.


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