Lückenschluss auf der Schleusenstraße
Die Gemeinde will im nächsten Jahr den Fußweg auf der Schleusenstraße ausbauen. Damit sollen die beiden Sanierungsgebiete im Ortskern und an der Schleuse verbunden werden. Geld ist allerdings nur für eine Seite da. Und das auch nur, weil Fördermittel fließen. Den größten Teil sollen die Anwohner tragen.

Die Schleußenstraße zwischen Blumenstraße und Kalkseestraße soll einen besseren Fußweg erhalten (Quelle: OpenStreetMap und Mitwirkende, CC-BY-SA)
2012 will die Gemeinde den Fußweg zwischen Blumenstraße und Kalkseestraße ausbauen. In der letzten Gemeindevertretersitzung (3. März) bekam Bauamtsleiter Dietrich Joecks das Votum der Abgeordneten für eine entsprechende Erweiterung im Sanierungsplan der Gemeinde.
Die Strecke würde die beiden Sanierungsgebiete in der Ortsmitte und an der Schleuse verbinden. Gebaut werden soll aber nur der Fußweg auf der Ostseite der Straße, also der Seite an der das Krankenhaus steht. Das Krankenhaus sei auch der Grund, warum diese Seite gebaut werden würde, so Joecks. Die Straße selbst wird nicht erneuert.
Für mehr hat Woltersdorf kein Geld, selbst mit Fördermitteln. Die Gemeinde schätzt ihren Kostenanteil auf ca. 65.000 Euro. Die Fördermittel sind ebenso hoch. Den Löwenanteil müssen laut Straßenbaubeitragssatzung die Anwohner mit 60 % bezahlen, das wären demzufolge ca. 195.000 Euro. Die geplanten Gesamtkosten würden demnach bei 325.000 Euro liegen.
Trotz einseitigem Ausbau müssen aber die Anlieger auf beiden Straßenseiten zahlen. Bei einer Streckenlänge von ungefähr 750 Metern hieße das, dass der laufende Meter jeden Anwohner bis zu 130 Euro kosten könnte. Wahrscheinlich liegt der Betrag aber darunter, weil gewerbliche Anrainer und Besitzer von mehrstöckigen Häusern, wie dem Krankenhaus und dem Delta-Gelände einen größeren Beitrag leisten müssen.
Geplant ist, den Weg zunächst als “Gehweg” auszubauen, erklärte Joecks auf Nachfrage. Nicht, wie in der Sitzung angekündigt als “Geh- und Radweg” (bei dem die Anwohner statt mit 60 % mit 40 % beteiligt gewesen wären). Die Gemeinde will aber, dass man den Weg später auch mit dem Rad nutzen kann. Der Gehweg könne in Abstimmung mit der Verkehrsbehörde für Radfahrer freigegeben werden. Das hänge von der Ausbaubreite ab. Aber auch nach einer Freigabe für Radfahrer bliebe es ein “Gehweg”, meint Joecks. Eine Nachveranlagung von 60 % auf 40 % Umlage schloss er aus.
Der Plan fand Zustimmung bei den Gemeindevertretern. Dr. Matthias Schultz (CDU) hob hervor, dass die zeitgleich erneuerte Beleuchtung die Sicherheit für die Besucher erhöhen würde. Prof. Dr. Wolfgang Stock (CDU) und Andreas Kavalir (NPD) fragten nach den Bäumen in der Schleusenstraße: Müssen die gefällt werden für den Ausbau? Joecks verneinte: Es würde wohl auch ohne Fällung gehen.
Bürgermeister Dr. Rainer Vogel (Grüne) würde mit der Baumaßnahme eines seiner im letzten Jahr gesetzten Ziele erreichen.
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