Hartnäckigkeit zahlt sich aus
Das neue Rathaus ist in Betrieb, die Außenanlagen fehlen aber noch. 50.000 Euro sollte die Begrünung, ein Verbindungsweg zwischen Seestraße und Marktplatz und ein Fahrradunterstand für die Mitarbeiter kosten. Doch alle Angebote, die die Verwaltung einholte, lagen weit darüber. Durch die Hartnäckigkeit der Gemeindevertretung wurden die Kosten gedrückt und liegen jetzt nur noch ein Viertel über der Planung. Weiterlesen »
Schicksalhafte Kostensteigerungen
Alles wird teurer: Alte Schule, Rathaus, Schulerweiterungsbau und die Außenanlagen des Neuen Rathauses. Der Finanzausschuss wollte sich deswegen von der Verwaltung erklären lassen, warum die Kosten immer wieder überschritten werden. Die Begründung blieb jedoch im Allgemeinen.
Aus Prinzip dagegen
Die Alte Schule wird saniert, das hat die Gemeindevertretung am 1. Juli beschlossen. Zuvor gab es monatelang Streit um Änderungen am Bauantrag. Dabei schien es einigen Abgeordneten vom Woltersdorfer Bürgerforum (WBF) ums Prinzip zu gehen: Sie verteidigten den ursprünglichen Bauentwurf, der unter Ex-Bürgermeister und ehemaligem WBF-Mitglied Wolfgang Höhne entstanden war. Ob die Änderungen des grünen Amtsnachfolgers sinnvoll sein könnten, wurde kaum in Erwägung gezogen.
Auf dem Weg zur Opposition
Eine neu gegründete Bürgerinitiative will sich zu einer Opposition zu den Parteien im Woltersdorfer Gemeinderat entwickeln. Die Gründer der Freien Wählerinitiative Woltersdorf (FWIW) haben mit dem Ex-Bürgermeister Wolfgang Höhne mehr oder weniger schlechte Erfahrungen gesammelt. Jetzt unterstützen sie den neuen Bürgermeister und wollen eine Ablösung der Gemeinderäte erreichen, die Höhne unterstützt hatten.
Gemeindevertreter wollen besser informiert werden
Auch fünf Wochen nach Amtsantritt mangelt es noch immer an einem konstruktiven Miteinander zwischen Dr. Rainer Vogel (GRÜNE) und der Gemeindevertretung: Der neue Bürgermeister klagt über eine hohe Arbeitsbelastung und Probleme beim Verwirklichen seines Wunschprojektes Alte Schule. Einige Gemeindevertreter nutzen ihr Wissen über die bisherige Gemeindepolitik, um den neuen Bürgermeister mit seiner Unerfahrenheit in Verwaltungsfragen vorzuführen.
Verschönerungsverein empört über Abrisspläne
Eine Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Nachdem im Hauptausschuss CDU/FDP, SPD und Woltersdorfer Bürgerforum (WBF) einen Abriss der Alten Schule ins Gespräch brachten, reagierten langjährige Einwohner mit Entsetzen. Der Woltersdorfer Verschönerungsverein brachte seine Empörung in einem Offenen Brief an die Fraktionen und den Bürgermeister zum Ausdruck.
Abriss der Alten Schule im Gespräch
Einen Tag, nachdem Bürgermeister Dr. Rainer Vogel (GRÜNE) für eine gemeinsame Initiative zur Umnutzung der Alten Schule geworben hatte, überraschten CDU/FDP, SPD und Woltersdorfer Bürgerforum (WBF) mit dem Vorschlag, das Gebäude abzureißen. Sie begründen dies mit der Wirtschaftskrise und einem fehlenden Nutzungskonzept. Die Verwaltung fühlte sich düpiert.
Neue Idee für Alte Schule
In der ersten Sitzung brachte der neue Bürgermeister seine Ideen für den Umbau der Alten Schule ein und revidierte damit Entscheidungen seines Vorgängers. Er warb für den Bau einer Terrasse und eine verlagerte Feuertreppe. CDU, SPD und WBF monierten, die Umbauten gängen zu Lasten der Kirche und forderten ein Nutzungskonzept. Doch die anfängliche Skepsis der Gemeindevertreter kehrte sich gegen Ende des öffentlichen Teils der Sitzung in Unterstützung.