Lerchenfeld soll von neuem Winterdienst profitieren
Die Gemeinde will den Winterdienst wechseln. 30.000 Euro stehen dafür 2011/2012 zusätzlich zur Verfügung. Profitieren wird u.a. das Lerchenfeld an der Vogelsdorfer Straße, das schneller geräumt werden soll. Ab dem übernächsten Winter werden voraussichtlich die Woltersdorfer für den Winterdienst zur Kasse gebeten werden.
Schicksalhafte Kostensteigerungen
Alles wird teurer: Alte Schule, Rathaus, Schulerweiterungsbau und die Außenanlagen des Neuen Rathauses. Der Finanzausschuss wollte sich deswegen von der Verwaltung erklären lassen, warum die Kosten immer wieder überschritten werden. Die Begründung blieb jedoch im Allgemeinen.
Lückenschluss auf der Schleusenstraße
Die Gemeinde will im nächsten Jahr den Fußweg auf der Schleusenstraße ausbauen. Damit sollen die beiden Sanierungsgebiete im Ortskern und an der Schleuse verbunden werden. Geld ist allerdings nur für eine Seite da. Und das auch nur, weil Fördermittel fließen. Den größten Teil sollen die Anwohner tragen.
Strandbad in weiter Ferne
Gern würde die Gemeinde die Badestelle am Kalksee erweitern. Nebenan liegen 36.000 m² brach. Einen Investor gibt es, der aber hat kein Strandbad im Sinn, sondern “gehobenes Wohnen”. Die Gemeindevertretung will sich nicht unter Druck setzen lassen und lässt alles wie es ist – auch, wenn das noch für Jahre der Zustand sein sollte.
Jahrmarkt der Einnahme-Möglichkeiten
Mutig muss man wohl den Versuch nennen, wenn der Finanzausschuss freiwillig darüber diskutiert, wie die Gemeinde ihre Einnahmen erhöhen kann. Allzu leicht lassen sich solche Vorschläge, die meist auf Steuer- und Gebührenerhöhungen hinauslaufen, politisch instrumentalisieren – wie das geht, zeigte die SPD nach der letzten Sitzung des Ausschusses am 30. November.
Die Gemeinde auf der Couch
Turbulent ging es zu in der Bürgerversammlung am vergangenen Freitag. Unter den Bürgern sorgte die geplante Mehrzweckhalle für Unmut, anwesende Gemeindevertreter von CDU, SPD und WBF regten sich über den “Fünf-Jahres-Plan” des Bürgermeisters auf. Dr. Rainer Vogel (Grüne) selbst nahm die Aufregung gelassen hin, hörte zu und dankte für die offene Gesprächsatmosphäre – fast konnte man den Eindruck gewinnen, es handelte sich um die erste Sitzung einer Psychotherapie.
Angst vor dem Kahlschlag
Ende des Jahres verliert die Baumschutzverordnung Brandenburgs ihre Gültigkeit. Woltersdorf braucht nach Ansicht von Verwaltung und Gemeindevertretung eine eigene Satzung, die die Verordnung ersetzt. Befürchtet werden sonst willkürliche Baumfällungen. Weil auch die Kontrolle der Satzung auf die Gemeinde übergeht, wünscht sich das Bauamt einen zusätzlichen Mitarbeiter – der Bürgermeister will ein Langzeitarbeitslosen-Programm nutzen.
Minus-Geschäft Sportpark
Während viel über die Alte Schule diskutiert wird, findet der Sport- und Freizeitpark kaum Beachtung. Die Investitionskosten für die dort neu zu bauende Sporthalle werden wahrscheinlich steigen, die geplante Außentribüne ist nicht mehr im Budget. Generell reichen die Einnahmen des Eigenbetriebs nicht aus, um die Kosten zu decken. Die Gemeinde muss zuschießen. Die Abgeordneten finden das normal.
Transparenz für einen Tag
Bürgermeister Dr. Rainer Vogel hat voreilig Gemeinde-Grundstücke öffentlich ausgehängt und sich damit den Unmut der Gemeindevertreter zugezogen. Die hatten sich zwar auch für diese Maßnahme ausgesprochen, sie aber formal noch nicht beschlossen. Nach nur einem Tag wurde der Aushang wieder abgenommen.
Abriss der Alten Schule im Gespräch
Einen Tag, nachdem Bürgermeister Dr. Rainer Vogel (GRÜNE) für eine gemeinsame Initiative zur Umnutzung der Alten Schule geworben hatte, überraschten CDU/FDP, SPD und Woltersdorfer Bürgerforum (WBF) mit dem Vorschlag, das Gebäude abzureißen. Sie begründen dies mit der Wirtschaftskrise und einem fehlenden Nutzungskonzept. Die Verwaltung fühlte sich düpiert.